Folterporno
So langsam kotzt mich 24 an. Es ist immernoch spannend, aber die mit den Folterszenen wirds mir langsam zu bunt. Es ist nicht so, dass eine bestimmte Situation so auswegslos erscheint, dass der Protagonist seine Skrupel überwinden und leider leider Gesetze brechen muss, so wie es in der ersten Staffel der Fall war. Inzwischen ist in der Staffel 4 die Folter die normale Verhörtechnik geworden, und findet in jeder Episode zumindest ein mal Anwendung. Was mich aber wirklich stört, ist das Gefühl, dass dahinter die Politik steckt. Die Vorstellung, dass gewisse Spin-Doktoren ins Drehbuch pfuschen und über dieses eigentlich so innovative Format ihre Propaganda verbreiten wollen, wiedert mich an.
In Folge 4x17 wird ein Verdächtiger festgenommen, bei dem der Zuschauer mit Sicherheit weiß, dass er ein schuldiger Terrorist ist und Informationen preisgeben kann. Wie üblich wird er in die Verhörkammer geschleift und der Folterknecht bestellt, der seine netten Spritzen auspackt - bis hier hin nervige Routine, die ich aber meistens ignoriere, weil es ja nur ein kleiner Teil der Handlung ist.
Doch dann wird es interessant: Der Top-Terrorist bekommt das mit, und macht sich Sorgen, dass der Verdächtige anfängt zu singen. Er ruft Amnesty Global an, und kurz darauf erscheint in der Einsatzzentrale ein schmierig aussehender Anwalt, der sich für die Rechte des Verdächtigen einsetzt und als Saboteur der Ermittlungsarbeiten dargestellt wird.
Der Held erklärt dem Anwalt, dass er nur ungern foltert aber tausende Menschenleben in Gefahr sind, der bleibt aber stur. Aber der Held überlistet Anwalt und Gefangenen und foltert »privat« - natürlich mit Erfolg.
Bisher wusste in allen Folterszenarien der Zuschauer, dass der Gefolterte der Täter ist und wertvolle Informationen besitzt, die dann auch mit der Zeit herausgegeben werden. In den wenigen Ausnahmen, in denen ein unschuldiger gefoltert wurde, wurde es dem Folterer (meist der Hauptperson »Jack Bauer«) verziehen, oder das Opfer versucht ein Nachspiel zu verlangen und wird als Behinderung bei den wichtigen Ermittlungsarbeiten eingesperrt oder entlassen.
Ich frage mich, ob es die Zuschauer in den USA überhaupt bemerken, dass das ganze Szenario mit der immerzu tickenden Uhr und den immer gestehenden Gefolterten reine Fiktion ist.
Wenn dem so wäre, dann hätten diese Serie sowie einige Filme (SawII) nicht diese eindeutig politische Botschaft.
Ich schau jetzt aber trotzdem weiter...
In Folge 4x17 wird ein Verdächtiger festgenommen, bei dem der Zuschauer mit Sicherheit weiß, dass er ein schuldiger Terrorist ist und Informationen preisgeben kann. Wie üblich wird er in die Verhörkammer geschleift und der Folterknecht bestellt, der seine netten Spritzen auspackt - bis hier hin nervige Routine, die ich aber meistens ignoriere, weil es ja nur ein kleiner Teil der Handlung ist.
Doch dann wird es interessant: Der Top-Terrorist bekommt das mit, und macht sich Sorgen, dass der Verdächtige anfängt zu singen. Er ruft Amnesty Global an, und kurz darauf erscheint in der Einsatzzentrale ein schmierig aussehender Anwalt, der sich für die Rechte des Verdächtigen einsetzt und als Saboteur der Ermittlungsarbeiten dargestellt wird.
Der Held erklärt dem Anwalt, dass er nur ungern foltert aber tausende Menschenleben in Gefahr sind, der bleibt aber stur. Aber der Held überlistet Anwalt und Gefangenen und foltert »privat« - natürlich mit Erfolg.
Bisher wusste in allen Folterszenarien der Zuschauer, dass der Gefolterte der Täter ist und wertvolle Informationen besitzt, die dann auch mit der Zeit herausgegeben werden. In den wenigen Ausnahmen, in denen ein unschuldiger gefoltert wurde, wurde es dem Folterer (meist der Hauptperson »Jack Bauer«) verziehen, oder das Opfer versucht ein Nachspiel zu verlangen und wird als Behinderung bei den wichtigen Ermittlungsarbeiten eingesperrt oder entlassen.
Ich frage mich, ob es die Zuschauer in den USA überhaupt bemerken, dass das ganze Szenario mit der immerzu tickenden Uhr und den immer gestehenden Gefolterten reine Fiktion ist.
Wenn dem so wäre, dann hätten diese Serie sowie einige Filme (SawII) nicht diese eindeutig politische Botschaft.
Ich schau jetzt aber trotzdem weiter...
der infiltrant - 17. Mär, 17:04
